Die Idee dieses Vermittlungsformats besteht darin, dass die Temporäre Kunsthalle Berlin pro Ausstellung eine Schule zum Sidekick (dt. Kumpel) erhält, mit dem sie neue Zugänge zur Kunst entwickelt. Ein Kernteam von einer KunstvermittlerIn, zwei KünstlerInnen, zwei LehrerInnen und den SchülerInnen arbeitet in mehreren Workshops zusammen, die in der Schule aber auch in der Kunsthalle stattfinden.
Gerade im Kontext von Schule hat zeitgenössische bildende Kunst in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Denn künstlerische Wissensproduktion arbeitet transdisziplinär und regt auf kognitiver wie emotionaler, aber auch sozialer Ebene nachhaltige Bildungsprozesse an. Durch eine intensive Auseinandersetzung mit künstlerischen Arbeiten soll den SchülerInnen ein nachhaltiges Bewusstsein für ihre kreativen Fähigkeiten der Alltagsgestaltung, ihre individuellen Entwicklungsmöglichkeiten, sowie ihre Teilhabe an Kultur und an Gesellschaft vermitteln werden. Eine öffentliche Präsentation der von den SchülerInnen zum Ende des Workshops entwickelten praktischen Arbeiten an der Schule trägt die künstlerischen Auseinandersetzungen von der Temporären Kunsthalle in die unterschiedlichen Berliner Bezirke hinein.
Der erste SIDEKICK ist die Ernst-Abbe-Schule (Gymnasium), Neukölln. Diese Kooperation wird gefördert durch den Berliner Projektfonds kulturelle Bildung.