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"Die Kunsthalle steht, die Wolke ist drauf!"

Am 6. September 2008 wurde die erste künstlerische Gestaltung der Außenhülle der Temporären Kunsthalle Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt. Anlässlich der Präsentation entstand am vergangenen Wochenende auf der Terrasse des zukünftigen Cafés eine ganz in weiß gehaltene Outdoor-Lounge, die ca. 350 Besucher anzog.

Die vom österreichischen Künstler Gerwald Rockenschaub gestaltete Fassade, die zwei gepixelte Wolken auf einem himmelblauem Hintergrund zeigt, ist die erste von insgesamt vier geplanten Außenbespielungen der Kunsthalle.

Zwei Wochen lang wurde zuvor der beeindruckende Entwurf des Künstlers von Fassadenkletterern auf die Außenwände übertragen. Rockenschaub betonte, dass er bei der Gestaltung der Außenwände einen künstlerischen Gegensatz zu den riesigen Werbeflächen in der Umgebung schaffen wollte und gleichzeitig der Temporären Kunsthalle eine äußere Erscheinung mit hohem Wiedererkennungsgrad verleiht.

Die Geschäftsführerin der Temporären Kunsthalle Berlin Constanze Kleiner wies auf das vielfältige Engagement und die positiven Energien hin, die die anfangs vagen Vorstellungen von einem Ort für zeitgenössische Kunst im Herzen Berlins umgesetzt haben. Die Kunsthalle, die für zwei Jahre auf dem Schlossplatz stehen wird, bietet gerade durch ihre zeitliche Begrenzung, so der Architekt Adolf Krischanitz, Raum für kreative Innovationen. Dieter Rosenkranz von der Stiftung Zukunft Berlin unterstrich, dass er die Förderung künstlerischer Projekte ebenso als Beitrag zum demokratischen Zusammenleben versteht.

Am 29. Oktober eröffnet die Temporäre Kunsthalle Berlin mit einer Einzelausstellung der in Berlin lebenden südafrikanischen Videokünstlerin Candice Breitz. Ab 30. Oktober ist die neue Berliner Kunstinstitution täglich geöffnet.